Praktiken des Lehr- und Unterrichtsfilms in Österreich

Zum Projekt

Im 20. Jahrhundert wurde Film in Österreich in einer Vielzahl pädagogischer und didaktischer Kontexte eingesetzt. Trotzdem gibt es noch keine umfangreiche Untersuchung zum Lehr- und Unterrichtsfilm in Österreich. Das Forschungsprojekt Praktiken des Lehr- und Unterrichtsfilms in Österreich füllt diese Lücke und erforscht die Geschichte der Verwendung von Film in Erziehungs- und Lehrzusammenhängen in Österreich zwischen 1918 und Ende der 1960er Jahre. Die untersuchten Kontexte reichen vom Einsatz im Klassenzimmer und Vorführungen im Rahmen der Volksbildung bis zu universitärer Fachlehre und Berufsbildung.

Gegenstand unserer Forschung sind der Lehr- und Unterrichtsfilm als Praktiken. Dieses Verständnis von Praktiken umfasst nicht nur die projizierten Filme, sondern auch die Institutionen, die diese in Auftrag gegeben und vertrieben haben, die Rechtsvorschriften, die zur Regulierung von belehrenden und erziehenden Filmvorführungen erlassen wurden sowie die Orte und Situationen der Vorführung. Die Praktiken des Lehr- und Unterrichtsfilms, so unsere zentrale These, nehmen konkrete Formen an in der Verknüpfung zwischen institutionellen Strategien, Vorführungssituationen und den Formen, Stilen und Inhalten der gezeigten Filme.

Das Bild im Dienste der Schule und Volksbildung, 1.10.1929, S. 182.

 

Projektpartner:
tfm | Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien (Forschungsstätte)
Ludwig Boltzmann Institute for Digital History, Wien (Nationaler Forschungspartner)

Kooperationen:
Österreichisches Filmmuseum, Wien
Österreichische Mediathek, Wien
Österreichisches Volkshochschularchiv, Wien

Laufzeit: 01.07.2019–31.12.2022

Fördergeber: FWF Der Wissenschaftsfonds – Einzelprojekt (P 32343-G)

Projektbeiräte:

Thomas Heise (Akademie der bildenden Künste, Wien)
Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart)
Mats Jönsson (Institutionen för kulturvetenskaper, Göteborgs universitet)
Eef Masson (ehemals: Capaciteitsgroep Media & Cultuur, Universiteit van Amsterdam)
Rick Prelinger (Prelinger Library; University of California, Santa Cruz)
Christian Swertz (Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien)